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Standort

Cochstedt - der Standort im Herzen Europas

Der Standort ist für ein Tourismusunternehmen ein entscheidender Faktor.

Die Talis Enterprise GmbH hat sich am Flughafen Magdeburg - Cochstedt (FMC) angesiedelt. Der FMC liegt sehr günstig in Bezug auf das Autobahnnetz (A2, A14, A9) und wird durch 4spurig ausgebaute Bundesstraßen weitgehend erschlossen.

Für die Ansiedlung am FMC gibt es weitere Gründe:

  • die Möglichkeit direkten Zugang von einer Produktionshalle zum Taxiway (es gibt nur noch wenige Flughäfen dieser Größenordnung, die angrenzend an das Flugfeld solche Ressourcen an Grundstücken zur Verfügung haben), Potential zur Ausdehnung der Produktionskapazitäten (das Raumkonzept des PE kann flexibel gestaltet werden, so dass mit einer kleinen Fläche begonnen wird und mit dem Wachsen des PE über Optionen geeignete Flächen hinzugefügt werden können),
  • die relativ weit entfernte Lage von Ballungszentren (Lärmschutz – es wird während der Starts erhebliche Lärmemissionen geben), gleichwohl gute Erreichbarkeit durch alle Transportmittel (die Gäste werden international anreisen, sofern Linienflüge genutzt werden, können diese Gäste die internationalen Flughäfen Leipzig / Halle, Berlin oder Hannover nutzen und von dort mit Auto, Flugzeug oder Helikopter nach Cochstedt transferiert werden), die unbedingte Unterstützung durch die Politik in Sachsen Anhalt (erste Gespräche auf Staatssekretär Ebene haben bereits stattgefunden – die Unterstützung durch die Referate Wirtschaft und Verkehr wurde zugesagt),im Luftraum um Cochstedt herum gibt es nur zwei IFR Routen (Luftstraßen). Die Kontrollzone Delta ist durch den Flughafenbetreiber beantragt. Ein Konflikt mit dem Linienverkehr ist ausgeschlossen.
  • die Nähe zum Entwicklungspartner XtremeAir GmbH, das benötigte Arbeitskräftepotential insbesondere für die Servicebereiche in der Betriebsphase ist vorhanden, die Harzregion ist touristisch hervorragend erschlossen, es ergeben sich Synergieeffekte zwischen PE und anderen touristischen Anbietern, der Ausbau eines Spaceparks ist möglich (derzeit vermarkten die Raumfahrtagenturen im Wesentlichen Trainings in Houston und Baikonur; die für das PE zu schaffenden Trainingsfacilities können ebenfalls mit vermarktet werden), sowie
  • die exzellente Hochschulinfrastruktur in Sachsen Anhalt (der Entwicklungspartner XtremeAir hat bereits Kontakte zu verschiedenen Instituten in Magdeburg und Halle geschlossen; diese sollen ausgebaut und in handfeste Kooperationen umgewandelt werden).

Ein weiterer Standort in Peenemünde

Im Frühjahr 2009 wurde mit dem Flugplatz Peenemünde eine Kooperationsvereinbahrung geschlossen. Der Flugplatz soll Fertigungsstandort und Erprobungsstätte für den Raketen getriebenen „Enterprise“ Prototypen „Black Sky“ sein und steht derzeit im Wettbewerb mit dem Flugplatz Cochstedt, bis zum Frühjahr 2009 alleiniger Standort des Projekts. Später sollen von Peenemünde aus mit der „Black Sky“ wissenschaftliche und touristische Flüge bis in eine Höhe von 35 km durchgeführt werden.

Mit dem Nachfolger „Enterprise“ werden schließlich Wissenschaftler mit ihren Experimenten und private Passagiere auf suborbitalen Flügen bis in eine Höhe von 110 km befördert. Das eigentliche Flugfeld liegt nur einen Steinwurf von dem Ort entfernt, wo einst die erste vollwertige weltraumtaugliche Flüssigkeitsrakete entwickelt und über der Ostsee erprobt wurde. Diese Rakete, mit der Bezeichnung A4, vom Naziregime als V2 bezeichnet, gilt als erstes von Menschen konstruiertes Objekt, das die Grenze zum Weltraum (nach Definition der FAI mehr als 100 km) durchstieß. Mit dem Project Enterprise soll ein neuer Stern über dem durch die Historie schwer belasteten Gelände aufgehen und das Augenmerk auf die zukunftsweisende Technologien rund um das neue private Raumfahrtbusiness richten.

Exkurs

Magdeburg hat eine Tradition als Raumfahrt Standort. Der 1. Raketenflug fand in Magdeburg am 29.06.33 statt. 

Rudolf Nebel und sein Team (darunter Hermann Oberth und Wernher von Braun) hatten der Stadt Magdeburg den ersten Start einer bemannten Rakete für 35,000 Reichsmark verkauft. Gegen 18 Uhr am 29.Juni 1933 hob die etwa 6,5 Meter hohe Rakete ab, verkantete sich aber beim Verlassen der Startrampe. Sie hielt sich etwa zehn Sekunden schräg liegend in 30 Meter Höhe, bevor sie wieder auf den Boden aufschlug.

Trotz dieses Misserfolgs war es eine der Geburtsstunden der modernen Raumfahrt. Erstmals startete damals eine große Rakete mit einem Triebwerk, das bereits damals die Prinzipien heutiger moderner Raketenantriebe technisch umsetzte (Frank E. Rietz »Die Magdeburger Pilotrakete. 1933. Auf dem Weg zur bemannten Raumfahrt?« Mitteldeutscher Verlag).

Talis Enterprise GmbH unternimmt die Fortsetzung des Magdeburger Weges zur bemannten Raumfahrt.


 
 


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