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Das Projekt

Grundlegende Machbarkeit

Die grundlegende Technologie des Antriebs baut auf dem Einsatz kryogenener Treibstoffe in Zusammenhang mit konventionellem Flugzeugbau auf. Hier liegen einschlägige Erfahrungen in der Kombination der Technologien vor.

Die amerikanische Firma XCOR Aerospace hat in den vergangenen Jahren mit ihrem Testflugzeug EZ Rocket sehr viel Erfahrung darüber sammeln können, wie kryogene Treibstoffe im Zusammenhang mit Flugzeugen zu handhaben sind.

Insbesondere konnten sie die zugehörige Infrastruktur am Boden optimieren, die Treibstoffförderung und das Verbrennungsverhalten im Fluge untersuchen und vieles mehr. Herr Jens Lerch, Mitarbeiter unseres Projektpartners VEGA und direkter Ansprechpartner für das Project Enterprise war ganz unmittelbar an der Entwicklung, Bau und Erprobung der EZ-Rocket beteiligt.

Das Testflugzeug führt seit 2002 erfolgreich Flüge durch

(http://www.weltderwunder.de/wdw/LuftfahrtWelt/Visionen/Lufttaxi/)

 

 

 

Der Prototyp

Die „Black Sky“ ist ein Raketen getriebenes zweisitziges Versuchsflugzeug. Es wird als Prototyp des späteren größeren Einsatzmodells „Enterprise“ genau wie dies im wesentlichen komplett aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen gebaut und besitzt das gleiche aerodynamische Konzept, mit dem Doppel-Delta der Haupttragflächen und dem vorn angesetzte Canard-Flügel, oft auch als „Enten-Flügel“ bezeichnet. Mit der „Black Sky“ wird der technologische Meilenstein „Proof of Flight Concept“ erreicht, in dem das Flugprofil des späteren Einsatzmodells „Enterprise“ sowie alle erdenklichen Flugmanöver in einem ausführlichen Testprogramm erprobt werden. Nach dieser Testphase wird die „Black Sky“ „Edge of Space Flüge“ bis in eine Höhe von 35 km durchführen.

Dort oben fällt der Blick der Crew am helllichten Tag bereits auf den nachtschwarzen Himmel und es ist ein leicht gekrümmter blauer Horizont zu erkennen. Hier liegen bereits aus technischer Sicht Weltraumbedingungen vor. Auf den „Edge of Space“ Flügen können Phasen der Schwerelosigkeit von bis zu einer Minute erreicht werden. Aus diesem Grund kann die „Black Sky“ nach Abschluss der Testphase für wissenschaftliche bemannte so genannte Zero-G Flüge angemietet werden, auf denen dann z.B. ein Mikrobiologe oder ein Materialwissenschaftler seine Experimente an Bord der „Black Sky“ durchführen kann. Von Seiten der Wissenschaft wurde bereits großes Interesse angemeldet. Die Verhandlungen laufen. Neben dem wissenschaftlichen Einsatz sollen auch touristische „Edge of Space“ Flüge angeboten werden. Hier besteht bereits eine große Nachfrage, insbesondere deshalb, weil die Flüge mit der „Black Sky“ im Vergleich zu suborbitalen Flügen, die in Höhen um 100 km führen, sehr viel preiswerter angeboten werden können und schon einen vergleichbaren Erlebnisfaktor bieten.

Proof of Propulsion and Flight Concept

In dieser Phase befindet sich das Projekt derzeit. Der Proof of Propulsion and Flight Concept beginnt mit der Auslegung und Erprobung von ferngesteuerten Versuchsträgern in verkleinertem Maßstab. Diese RC Drohnen (RC=Radio Controlled) besitzen eine maßstabsgetreue Geometrie des zukünftigen bemannten Testflugzeugs „Black Sky“. Die Drohnen enthalten umfangreichste Messeinrichtungen, um weitere Optimierungen am Flugverhalten durchführen zu können. Angetrieben werden diese Messdrohnen zunächst durch moderne elektro Impeller Triebwerke, in der späten Phase auch durch flüssig Raketentriebwerke, wie sie im bemannten Einsatzmodell verwendet werden. In der mittleren Phase des Proof of Propulsion and Flight Concept wird ein hochmodernes bemanntes Propeller getriebenes Kunstflugzeug von der XtremeAir GmbH mit einem Raketentriebwerk ausgestattet,...

...um das Triebwerk in allen Fluglagen und auch die Infrastruktur am Boden, insbesondere zur Betankung, ausgiebig zu erproben. Im Anschluss daran erfolgt der Bau des Raketen getriebenen bemannten Testflugzeugs „Black Sky“. Es ähnelt der Geometrie des späteren Einsatzmodells „Enterprise“ und besitzt ebenfalls die so genannten „Entenflügel“. Die „Black Sky“ hat zwei Sitzplätze, so dass nach Abschluss der Erprobungsphase hiermit touristisch und wissenschaftlich genutzte „Edge of Space“ Flüge in einer bis heute unerreichten Qualität bis in eine Höhe von ca. 35 - 40 km angeboten werden, wo freie Sicht auf den schwarzen Tageshimmel besteht und bis zu einer halben Minute Schwerelosigkeit herrscht.

Hintergründe zum Project Enterprise

Die Talis Enterprise GmbH, Cochstedt (TE) ist ein Unternehmen, das in Europa ein Raumschiff für suborbitale Flüge unter dem Namen Project Enterprise (PE) entwickeln, bauen und betreiben wird.
TE ist die rechtliche Organisationsform, PE das Produkt.
Weltraumtourismus ist ein wachsender Sektor mit außergewöhnlichen wirtschaftlichen Perspektiven.
Ein vom PE angebotener suborbitaler Flug wird 150.000 Euro kosten, dauert ca. 20 Minuten und reicht bis in eine Höhe von ca. 120 km. Die notwendigen Vorbereitungen, Ausbildung und ärztliche Untersuchung der Passagiere dauern ca. 2 Wochen und sind Teil des Raumfahrterlebnisses.

Das für die Flüge verwendete Raumschiff des PE ist ein Raketen getriebenes Flugzeug, das 12 m lang ist, eine Spannweite von 10 m hat und ca. 14 Tonnen schwer ist. Es wird einen Piloten und zwei bis drei Passagiere befördern. PE hat dieses Fluggerät konzipiert und eine theoretische Machbarkeitsstudie durchgeführt. Seit 2004 konnten für das Projekt verschiedene industrielle Partner aus den Bereichen Raumfahrt und Flugzeugbau gewonnen werden, die in der Lage sind, das Konzept von der Studie in einen fliegenden Prototyp zu transferieren. Die Talis Enterprise GmbH hat den Geschäftssitz am Flughafen Magdeburg - Cochstedt genommen und will ihn als Entwicklungs- und Hauptgeschäftsstandort im Herzen Europas etablieren.

Der Jungfernflug des Einsatzmodells "Enterprise" ist für 2011 geplant. Der Vorstufenprototyp Xtreme "Black Sky" soll 2010 vom Flughafen Cochstedt starten. Das PE soll in 2013 Vollauslastung erreichen. Vollauslastung bedeutet zwei Flüge pro Woche mit 6 Gästen.


 
 


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